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Die Renaissance nördlich der Alpen (Teil 1): Dürer, Bosch und Altdorfer


Kursnummer 241-13002
Beginn Mi., 20.03.2024, 19:00 - 21:15 Uhr
Kursgebühr 10,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Martin Dziersk
Kursort
Für einen Künstler der Renaissance war ein Geburtsort nördlich der Alpen lange Zeit geradezu ein Makel. Italien war das künstlerische Mekka, in das dann auch folgerichtig viele Nord-Vertreter der Zunft regelrecht pilgerten, um zu studieren, sich handwerklich auszubilden oder sich ganz einfach unter südlicher Sonne inspirieren zu lassen. Albrecht Dürer machte gleich zwei große Italien-Reisen und drehte den Spieß prompt um: Er begab sich äußerst selbstbewusst in die künstlerische Höhle des venezianischen Löwen und erwarb sich als „Nordlicht“ durch seine künstlerische Qualität allerhöchstes Ansehen. Hochgebildet verkehrte er in den höchsten Kreisen, erwarb ein Vermögen. Die Bildwelt seines Zeitgenossen Hieronymus Bosch ist bis heute in hohem Maße irritierend und faszinierend zugleich. Vielfach erscheinen seine Werke wie von der Hand eines Surrealisten des 20. Jahrhunderts gefertigt. Und in der Tat haben die Vertreter dieses Genres viel von ihm gelernt. Aber auch bei scheinbar allergrößter Verrücktheit sind seine Werke doch plausibel. Bliebe noch Albrecht Altdorfer, der Maler aus Regensburg, der 1529 mit seiner Alexanderschlacht ein Werk abliefert, das in wohl jeder Hinsicht in höchstem Maße erstaunlich ist und zudem lesbar wie ein kleiner Roman.

Kunstvortrag in Kooperation mit Marx Wirtschaft Erwitte



Tatsächlicher Inhalt des Abends:
Für einen Künstler der Renaissance war ein Geburtsort nördlich der Alpen lange Zeit geradezu ein Makel. Italien war das künstlerische Mekka, in das dann auch folgerichtig viele Nord-Vertreter der Zunft regelrecht pilgerten, um zu studieren, sich handwerklich auszubilden oder sich ganz einfach unter südlicher Sonne inspirieren zu lassen. Doch sind die künstlerischen "Nordlichter" daher eher als zweitrangig einzustufen? Mitnichten! Auch sie schufen Werke von allerhöchstem Rang mit z.T. atemberaubendem intellektuellem Tiefgang! Als Mathis Gothart Nithart, genannt Grünewald, in den Jahren von 1512-16 die Bildtafeln des sogenannten Isenheimer Altars schuf, konnte er kaum ahnen, dass sein Werk einmal in einem musealen Rahmen rund eine Viertelmillion Besucher pro Jahr anlocken würde, denn zu deren Erbauung hatte er es nun wahrlich nicht geschaffen. Vielmehr hatte es im Rahmen der ganz speziellen Krankenpflege der Antoniter-Mönche eine besondere Aufgabe zu erfüllen, der Begriff Psychotherapeutikum hat hier durchaus seine Berechtigung. Vieles ist schon geschrieben worden über dieses Werk, das zu Recht als eines der Hauptwerke der Renaissance bezeichnet wird. Doch oftmals bleiben dabei dennoch Details unberücksichtigt, die zu einem erweiterten Verständnis jedoch unerlässlich sind. Mit Werken von van Eyck oder Albrecht Altdorfer verhält es sich ebenso.

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Kurs abgeschlossen



Datum
20.03.2024
Uhrzeit
19:00 - 21:15 Uhr



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